Seit dem 4.1.1998 senden wir, das Hamburger Lokalradio unser nichtkommerzielles Programm für Hamburg.

Der gemeinnützige Verein Anbietergemeinschaft Hamburger Lokalradio e.V. (HLR) hält seit dem die rundfunkrechtliche Zulassung der HAM. Aktuell ist das HLR durch die MA HSH (Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein bis 2022 als Sparten-Kulturradio für Hamburg und Schleswig-Holstein zugelassen. Das Programm wird werbefrei veranstaltet.

Die Anbietergemeinschaft besteht aus verschiedenen Kulturvereinen, die gemeinsam das zur Zeit 38stündige Wochenprogramm auf UKW 96,0 MHz erstellen. Seit 16.06.2015 ist das HLR auch 24/7 auf DAB+ Kanal 10 D in und um Hamburg zu empfangen. Ebenfalls 24/7 ist das HLR als Stream über http://5.9.16.111:8200/stream . Maßgeblich am Aufbau und der Realisierung des Radioprojekts waren und sind die Vereine Kulturradio e.V., Swinging Hamburg e.V., Kommunales Radio e.V., Museum Rade – Stiftung Rolf Italiaander und LOLA e.V. beteiligt.

Der gesetzliche Vorstand der Anbietergemeinschaft Hamburger Lokalradio e.V. besteht aus Bernd M. Kraske vom Museum Rade in Reinbek.

Durch die politisch gewollte Umstrukturierung des Offenen Kanal Hamburg wurde uns die eigenständige Nutzung der Frequenz 96,0 MHz im Laufe des Jahres 2004 entzogen. Seit dem senden wir als zugelassenes Radio mit einem privaten Nutzungsvertrag auf der Frequenz 96,0 MHz von TIDE. Medienrechtlich sind wir nicht Bestandteil des Gesamtprogramms von TIDE.

Das Sendestudio des Hamburger Lokalradios befindet sich im Kulturzentrum LOLA in Hamburg Lohbrügge. Aus Eigenmitteln erstellte der am 08.11.2019 verstorbene damalige Vorstandsvorsitzende und Programmchef Michael Kittner 1998 die technische Erstausstattung des Sendestudios. Durch Unterstützung der Medienstiftung Hamburg konnte 2003 die Studiotechnik wesentlich erweitert werden. 2007 gab es eine weitere technische Förderung und ermöglichte die Anschaffung von Technik zur Vorproduktion.

Ab Sendestart 1998 verfügt das HLR über eine eigene angemietete Sendeleitung zum Heinrich Herz Turm. Die Sendesignale von HLR werden aktuell nach Vorgabe der Medienanstalt im Sendeturm durch die MediaBroadcast geschaltet. Das HLR ist eigenständiger Vertragspartner der MediaBroadcast und zahlt seit 1998 seine zeitpartagierten Sendekosten direkt an den Sendedienstleister Media Broadcast.

Über 20 Kolleginnen und Kollegen produzieren ehrenamtlich das Kulturprogramm. Erreicht werden in und um Hamburg über 20.000 HörerInnen.

Die Musikfarbe unterscheidet sich deutlich von den anderen in Hamburg zugelassenen Rundfunksendern. Wir bieten unseren HörerInnen viel Jazz- und Swing, Weltmusik, Blues, Country, Klassik, Folk, nostalgische Klänge und Musik aus Lateinamerika sowie House und Disco.

Ein wichtiger Bestandteil unseres Programms sind Weltnachrichten. So übernehmen wir auf vertraglicher Basis die fundierten Nachrichten der Deutschen Welle. Ebenso auf vertraglicher Basis übernehmen wir Sonntags die Nachrichten von NDR-Info.

Unsere Kolleginnen und Kollegen des BSVH (Blinden- und Sehbehindertenverein Hamburg e.V.) produzieren für uns aus ihrem eigenen Studio täglich Programme zu Themen aller Art.

Weiterhin gibt es für unsere Hörer*Innen aus dem Behindertenbereich professionell erstellte Sozialnachrichten.

Jazzfeatures in englischer Sprache übernehmen wir u.a. von National Publik Radio aus den USA.

Unsere wortgeprägten Sendungen beinhalten Features zu internationalen und lokalen Künstlern. Lese- und Vortragsstunden im HLR werden sehr gerne gehört und bieten damit einen weiteren Service für unsere blinden- und sehbehinderten HörerInnen.

Unsere jüngeren und junggebliebenen Hörer erfreuen wir Samstags mit ausgesuchten Mixes international und national bekannter DJ’s.

Das Hamburger Lokalradio ist eine publizistische und kulturelle Ergänzung in der Region. Durch die aktive Teilnahme von Gruppen und Einzelpersonen an der Programmgestaltung werden die organisatorischen und technischen Abläufe des Mediums durch eigene Erfahrungen vermittelt. Unser Radio gibt damit die Möglichkeit, die Funktionsweise der Medien direkt zu erleben und so auch Medienkompetenz zu erlangen.