Jeden Sonntag um 11.30 Uhr in unserem Programm

Redaktion: Gerhard Klußmeier

Januar

1. Sonntag – 3. Januar 2021

Der Jazzkalender zeigt für den morgigen Tag, also den 4. Januar, an, dass vor 105 Jahren, in Detroit, am 4. Januar 1916, ein Bulee Gaillard geboren wurde, später „Slim“ Gaillard genannt, der einer der ganz populären Jazz-Pianisten, Gitarristen und Sänger werden sollte Slim Glaillard lebte bis 1991. Besonders bekannt wurde er, der in den Bands von Dizzy Gillespie, Charlie Parker,  Miles Davis, Percy Heath und John Lewis u.a. mitwirkte und bei deren bedeutenden Schallplatten-Aufnahmen dabei war, jedoch als Teil des Duos Slim & Slam, wobei Slam, der Bassist Slam Stewart war, gleichbedeutend wie Slim Gaillard, im Jazz und Entertainment, zwei Bereiche, die sich nicht gegenseitig ausschließen, wohl mehr noch: ergänzen. Hören Sie Slim Gaillard als Pianisten, Gitarristen und Entertainer – morgen vor 105 Jahren wurde er geboren…

 

2. Sonntag – 10. Januar 2021

Zu diesem Tag finden wir im Jazz-Kalender einen Hinweis, dass heute vor 90 Jahre Duke Ellington für drei unterschiedliche Plattenmarken unter zwei pseudonymen Bandnamen  3 Titel mit seiner Band aufnahm – als The Whoopee Makers und als The Georgia Syncopators – und zwar als Begleitband des Sängers Chick Bullock. Es entstanden am 10. Februar 1931 somit keine typischen Ellington-Nummern, sondern eher konventionelle Titel.  Hören Sie davon das jazzigste „Them Thier Eyes“ – Chuck Bullock begleitet von Duke Ellington, heute vor 90 Jahren.

 

3. Sonntag – 17. Januar 2021

Heute gibt das Datum des Jazz-Kalenders die Gelegenheit, einmal wieder eine nicht so populäre Band wie auch einen weniger bekannten Musiker und Bandleader vorzustellen. Es ist der Klarinettist, Altsaxophonist, Arrangeur und Bandleader Willie Lewis, der von 1905 bis 1971 lebte. und zwischen 1932 und 1941 mit seiner Band, Entertainers genannt,  in Europa, vor allem in Frankreich spielte und in Paris etliche Swingaufnahmen einspielte. So auch am 17. Januar 1936, somit heute vor genau 85 Jahren für das Label Pathe.

Sechs Titel für drei Schellack-Platten wurden mit ihm sowie mit französischen und amerikanischen Musikern gemacht. Hören Sie davon “Stay Out of Love”, das eine June Cole singt. Willie Lewis and his Entertainers, heute vor 85 Jahren in Paris.

 

4. Sonntag – 24. Januar 2021

Der Jazz-Kalender macht für den heutigen Tag darauf  aufmerksam, dass am 24. Januar 1951, also heute vor 70 Jahren von der Humphrey Lyttelton Band, sozusagen ein Klassiker des derzeitigen englischen Jazz in London aufgenommen wurde: und zwar der Wally Fawkes, dem Klarinettisten der Band komponierten “Trog’ Blues”. Der Name bezieht sich darauf, das Fawkes während des Kriegs viel in unterirdischen Luftschutzbunkern verbracht hatte, wodurch Menschen, die in London lebten, zu Troglodyten, also historischen Höhlenbewohnern wurden. “Trog” wurde dann auch der Name von Wally Fawkes unter dem er beruflich als Karrikaturist arbeitete, auch leitete er ein Band mit der Bezeichnung Troglodytes. So nun der “Trog’s Blues” mit der Lyttelton Band und Wally Fawkes an der Klarinette, heute vor 70 Jahren aufgenommen.

 

5. Sonntag – 31. Januar 2021

Gestern, am 30 Januar zeigte der Jazzkalender an, das an dem Tag vor 110 Jahren in Pittsburg, Pennsylvania ein David Roy Eldridge geboren wurde, der einer der bedeutendsten Trompeter  der Jazzgeschihte werden sollte – er lebte bis 1989. Mit 12 Jahren lernte er Trompete und spielte bis Anfang der 1930er Jahre in einer Reihe unbekannterer Orchester,  ging mit seinem Bruder nach New York und zu Bands wie denen von Teddy Hill. 1935 wurde er Mitglied der damals führenden Big Band von Fletcher Henderson, wo er bis 1937 blieb. In dieser kurzen Zeit etablierte er sich als einer der besten Jazztrompeter. Die Jahre zwischen 1935 und 1938 waren für ihn die Zeit des entscheidenden Durchbruchs und der ersten Schallplatten, die Aufmerksamkeit auf ihn lenkten. Bis 1944 spielte er oft in kleinen Besetzungen sowie mit verschiedenen Größen der Swing-Ära wie Benny Goodman, Gene Krupa (ab 1941, berühmt sein Duett mit Anita O’Day), Coleman Hawkins, Chu Berry und Billie Holiday und wurde nach dem Krieg einer der Stars bei Norman Granz „Jazz At the Philharmonics” Tourneen. Hören Sie Roy Eldridge – dessen Markenzeichen  melodische Improvisationen in hohen und höchsten Tönen waren – mit seinem Paradestück “After You’ve Gone” von 1937, das Gladys Palmer singt, Roy Eldridge – gestern vor 110 Jahren wurde er geboren.