Jeden Sonntag um 11.30 Uhr in unserem Programm

Redaktion: Gerhard Klußmeier

Juli

4. Juli

Für den heutigen Jazz-Spot müssen wir im historischen Jazz-Kalender einen Tag zurückgehen, nämlich auf eine Notiz zum 3. Juli 1941, denn dort wurden gestern vor 80 Jahren unter der Obhut und Mitwirkung von Duke Ellington acht Aufnahmen für 4 Schallplatten gemacht, die dann als Rex Stewart and his Orchestra sowie Johnny Hodges and his Orchestra in den Handel kamen. Damit erreichte Ellington, wie schon zuvor, dass seine Star-Solisten weitere Popularität erreichten, was sich dann auch auf den Ruhm der Ellington-Band auswirkte. Für die Auswahl nun eines Titels aus dieser BLUEBIRD-Session gibt es außer diesen genannten Fakten noch einen weiteren Grund: Denn dabei wurde erstmals auch ein späterer Jazz-Standart eingespielt – und zwar das vom Altsaxophonisten Johnny Hodges geschrieben “Sqatty Roo” – übrigens einer seiner Spitznamen bezogen auf sein kleine Figur.

11. Juli

Am 10. Juli 1911, somit heute vor 110 Jahren, wurde in in Mobile, Alabama ein Charlie Melvin, später  „Cootie“ Williams, geboren. Der später Trompeter lebte bis 1985.

Cootie Williams war weitgehend AutodidaktCootie Williams blieb bis 1940 bei Ellington, wo er rasch zu einem der wichtigsten Musiker in der hochkarätigen Besetzung der Band wurde. Seine Soli prägten zahlreiche Ellington-Aufnahmen der 1930er Jahre wie „Saratoga Swing“, „Ring Dem Bells“ und dem „Concerto for Cootie“ (1940), das als „Do Nothing Till You Hear from Me“ zu einem bekannten Jazz-Standard werden sollte. 1940 folgte er einem lukrativen Angebot von Benny Goodman. Williams wurde so stark mit dem Duke Ellington Orchestra verbunden, dass sein Weggehen unter den Jazzfans dieser Epoche einen regelrechten Schock auslöste. Er blieb bei Goodman rund ein Jahr, spielte sowohl in der großen Band als auch im Sextett. Zwischen 1941 und 1962 leitete Cootie Williams eine Reihe eigener Big Bands. 1962 kehrte er zur Band von Duke Ellington zurück, um dort erfolgreich seine alte Rolle wieder aufzunehmen. Ellington stellte den Trompeter mit “New Concert For Cootie”, “The Shepherd” und “Portrait Of Louis Armstrong” heraus. Er blieb bis zu Ellingtons Tod in der Band und spielte auch danach noch gelegentlich mit dem von dessen Sohn Mercer geleiteten Orchester. Hören Sie Cootie Williams mit dem ersten Titel seiner ersten Aufnahme-Session bei OKEH mit einem Sextett und einer Verbeugung vor Louis Armstrong, ganz ohne die von Williams erwarten Growl Töne mit dem West End Blus vom 7. Mai 1941

18. Juli

Der Jazzkalender verweist zum heutigen Tag auf Berlin und auf den 18. Juli 1936 – ganz genau ist das Datum nicht festgehalten, es könnte auch der 16. August sein. Doch das sollte uns nicht davon abhalten, einmal zu zeigen, welche Musik dort  damals im Studio der TELEFUNKEN erklang. Für zwei Aufnahmen einer Schallplatte spielte der Schweizer Teddy Stauffer mit seinen Original Teddies, zu denen überwiegend deutsche Musiker gehörten wie Franz Thon,, Walter Dobschinsky u.a. zwei Titel ein. Und davon ausgewählt “Is it True what they say about Dixie” übrigens geschrieben von einem jüdischen Songschreiber-Team Irving Caesar, Sammy Lerner and Gerald Marks.

25. Juli

Der Jazz-Kalender führt heute zurück in das Jahr 1951, da nahm, also heute vor genau 70 Jahren, am 25. Juli des Jahres, der australische Pianist Graeme Bell (erlebte von 1914 bis 2012) mit seiner Australian Jazzband in London vier Titel für zwei Parlophone Schallplatten auf. Darunter auch den von seinem Banjospieler Norman Baker geschriebenen “Big Walkabout”. Heute vor 70 Jahren erklang es in London und nun heute hier im Hamburger Lokalradio – ein Wiederhören mit Graeme Bell..