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Redaktion: Gerhard Klußmeier

April

4. April

Der historische Jazzkalender führt heute zurück in das Jahr 1956 und zu Lonnie Donnegan in London. Denn der King Of Skiffle nahm vor 65 Jahren, am 4. April 1956, für seine EP “Skiffle Session” zu den drei Stücken, die bereits am 11. Januar 1956 eingespielt wurden, den Titel “Stack-a-Lee” auf. Mit ihm, Gitarre, Gesang, waren noch dabei in seiner Skiffle-Group Dickie Bishop, Gitarre, Chris Barber, Bass und Ron Bowden, Schlagzeug. “Stack-A-Lee” womit die Geschichte von  Stagger Lee, eigentlich Lee Shelton  auch Stagolee, Stackerlee, Stack O’Lee oder Stack-a-Lee,  war ein schwarzer Kutscher und Zuhälter in St. Louis, der seinen Freund William „Billy“ Lyons am Heiligen Abend 1895 tötete. Shelton (er lebte von 1865 bis 1912) wurde gefasst, des Mordes angeklagt und zu einer Gefängnisstrafe verurteilt. Die Lonnie Donegan-Skiffle-Group, heute vor 65 Jahren mit “Stack-A-Lee”

11. April

Die Notiz auf dem Jazz-Kalenderblatt für den heutigen Tag verweist auf das Jahr 1941 und auf eine Plattensession für das Plattenlabel DECCA. Denn am 11. April, vor 80 Jahren, nahm Louis Armstrong mit seinem Septett – genannt Orchestra, 4 Titel für zwei Schellack-Platten auf. Darunter auch einen, für heutige Bands durchaus zum Auffrischen ihres Repertoires zu empfehlen, das nicht gerade häufig gespielte Stück “I’ll Get Mine Bye and Bye” Louis Armstrong vor 80 Jahren mit diesem Titel in New York.

18. April

Aus dem Jazzkalender ersehen wir, das vor 65 Jahren, also am 18. April 1956 in Oakland, Kalifornien die Verve Langspielplatte “The San Francisco Jazz of Bob Scobey” aufgenommen wurde. Trompeter Bob Scobey, eigentlich Robert Alexander Scobey, er lebte von 1916 bis 1963, neben Turk Murphy und Lu Watters wichtiger Bandleader des Dixieland-Revival in San Francisco. Hören Sie Bob Scobey von der genannten LP mit dem Titel “My Gal Sal”, das Scobey auch singt – Heute vor 65 Jahren aufgenommen.

25. April

Der Jazzkalender führt diesmal 80 Jahre zurück und zwar zum Orchester von Jimmie Lunceford in New York, denn der nahm am 25. April 1946 für das Label Majestic den von Slim Gaillard geschriebenen und auch hier in Deutschland beliebten Hit “Cement-Mixer Put-Ti-Put-Ti” auf – ein vom Text her Nonsens-Titel. Statt im Duo wie von Slim Gaillard und Slam Stewart – die Orchester-Interpretation von Jimmie Lunceford – es singt der Tenorsaxophonist der Band Joe Thomas – heute vor 80 Jahren aufgenommen und hier nun zu hören – “Cement-Mixer”