Jeden Sonntag um 11.30 Uhr in unserem Programm

Redaktion: Gerhard Klußmeier

September

01.

5. September

Der historische Jazzkalender weist heute 70 Jahre zurück und nach Hamburg. Da spielte am 5. September 1951 der in Köln geborene Klarinettist, Saxophonist und Leiter des NWDR-Tanzorchesters – so hieß das damals noch, Franz Thon (er lebte von 1910 bis  2009) mit der genannten Band zwei Titel für eine Decca-Schellack-Platte ein. Zwei Boogies waren zu hören – ausgewählt ist der von Hermann Hausmann – als Pianosolist – gespielte und auch von ihm komponierte und arrangierte  “Boogie ohne Ende” – heute vor 70 Jahren in Hamburg aufgenommen.
 

02.

12. September

Am 12. September 1916, somit heute  vor 105 Jahren  wurde in Greenville, South Carolina ein William Alonzo Anderson, der spätere Jazztrompeter Cat Anderson geboren. Er lebte bis 1981. Der US-amerikanische Musiker war besonders für sein über fünf Oktaven reichendes Spiel, speziell in den oberen Tonlagen, bekannt.
Er lernte in Charleston, South Carolina,  in einer Waisen Band Trompete spielen. Sein Spitzname Cat stammt angeblich von seinem Kampfstil in Rangeleien seiner Schulzeit und wurde von ihm zeitlebens verwendet.  Er ging zunächst mit den Carolina Cotton Pickers, einer Band aus ehemaligen Mitgliedern des Waisenhauses, auf Tour und nahm erste Platten auf. Danach spielte er in Claude Hopkins’ Big Band, in Doc Wheelers Sunset Orchestra, mit Lucky Millinder, dem Erskine Hawkins Orchester und mit Lionel Hampton, mit dem er den Klassiker “Flying Home” aufnahm. Eine neue Stufe auf der Karriereleiter erklomm er 1944, als er Mitglied des Duke-Ellington-Orchesters wurde. Er wurde schnell zu einem zentralen Bestandteil des Ellington Sounds.
Hören Sie Cat Anderson mit dem Titel “For Jumpers Only”, aufgenommen mit seiner eigenen Band am 14. Mai 1947 – Cat Anderson, heute vor 105 Jahren wurde er geboren.
 

03.

19. September

Am 19. September 1916 somit heute  vor 105 Jahren  wurde in New York, die spätere Swing-Sängerin Helen Ward geboren – sie lebte bis 1998. Helen wurde vor allem durch ihre Tätigkeit in Benny Goodmans erster Band, der sie von 1934 bis 1936 angehörte, bekannt. Im Januar 1935 hatte Ward mit dem Goodman-Orchester einen Hit mit Blue Moon, der auf Rang 2 der Hitparade gelangte.
Helen Ward verließ die damals regelmäßig auf Tournee gehende Band, weil sie 1937 den Jazz-Impresario Albert Marx heiratete. Sie nahm jedoch weiterhin mit Teddy Wilson, Gene Krupa, Bob Crosby und Joe Sullivan Platten auf. 1941 und erneut 1944 trat sie bei Harry James auf; 1942 bis 1943 gehörte sie Hal McIntyres Orchester an und nahm auch mit Red Norvos Band auf.
Hören Sie Helen Ward mit “Day In Day Out”, das sie 1939 mit dem Orchester von Bob Crosby aufnahm – Helen Ward, heute vor 105 Jahren wurde sie geboren. 

04.

26. September

Der historische Jazzkalender weist heute auf eine Schallplatten-Session des Orchesters von Duke Ellington hin. Denn am 26. September 1941 nahm seine Band in Hollywood 4 Titel für das Label Victor auf. Darunter auch den vom Trompeter und Geiger Ray Nance gesungenen, nicht häufig gehörten Titel “Bli Blip”.
Heute vor 80 Jahren – das Orchester von Duke Ellington.