Jeden Sonntag um 11.30 Uhr in unserem Programm

Redaktion: Gerhard Klußmeier

März

1.

7. März

Der Jazzkalender weist für diesen Tag darauf hin, dass heute vor 85 Jahren, am 7. März 1936 somit, der Bandleader Andy Kirk (erlebte von 1898 bis  1992) mit seiner Band, genannt Twelf Clouds of Joy,  der unter anderem die Pianistin und Arrangeurin Mary Lou Williams angehörte, den Swingklassiker “Christopher Columbus” einspielte, komponiert vom Saxophonisten Chu Berry. späterer Text von Andy Razaf.

 

“Christopher Columbus”, heute vor 85 Jahren aufgenommen von Andy Kirk in New York für DECCA

 

2.

14. März

Heute vor 80 Jahren, am 14. März 1941, so dokumentiert es der Jazzkalender, ging die Sängerin  Mildred Bailey in New York ins Studio der DECCA und nahm mit unbekanntem Studio Orchester vier Titel für zwei Schallplatten auf. Darunter auch den Hoagy Carmichael-Song “Georgia on My Mind”. Was an und für sich nicht etwas Besonderes wäre, doch da sie im Gegensatz zu vielen anderen Interpreten, bei dieser Einspielung auch die Einleitung singt – sogar Ray Charles, dessen großer Hit es ja war, ließ die Zeilen und diesen Melodieteil fort – klingt diese Interpretation doch ein wenig anders, eben vollständig. Heute vor 80 Jahren, Mildred Bailey singt “Georgia on My Mind”, so wie es sich sein Komponist wohl einmal gedacht hatte.

 

3.

21. März

Das Jazzkalenderblatt führt uns heute 70 Jahre zurück nach London, denn da nahm am 21. März 1951 der Trompeter und Bandleader Humphrey Lyttelton mit seiner Band den Jelly Roll Morton Titel  “Tom Cat Blues” für das Label “Parlophon” auf – erschienen dann auf einer Seite einer Schellackschallplatte – Humphrey Lyttelton, mit dem “Tom Cat Blues”, heute vor 70 Jahren in London aufgenommen

 

4.

28. März

Der Jazzkalender verweist heute auf einen sogenannten “runden Geburtstag” – denn vor 115 Jahren, am 27. März 1906 wurde in Maplewood im US-Staat Missouri ein Charles Ellsworth Russell, geboren, der einer der bekanntesten Klarinettisten des Jazz werden sollte, nämlich unter seinem Spitznamen Pee Wee Russell, er lebte bis 1969.  Pee Wee – genannt wegen seiner schlanken Figur, vergleichbar mit mit Pipi Langstrumpf. Doch er war in keiner Weise ein kleiner Mann, sondern groß, dünn und schlaksig, mit einer großen, markanten Nase. Pee Wees Karriere im Jazz begann in den frühen 1920er Jahren in Chicago mit Bix Beiderbecke und Frank Trumbauer. 1929 nahm er seine ersten Platten mit Red Nichols und seinen Five Pennies auf. In der Band spielten auch Glenn Miller und Jack Teagarden an den Posaunen, Bud Freeman am Tenorsaxophon und Eddie Condon an der Gitarre. Die meiste Zeit seiner Karriere wurde Russell daher als Dixieland- oder Chicago-Style-Jazzer kategorisiert, doch in seinen späteren Jahren wurde er von vielen Zuhörern und auch Musikern modernerer Prägung anerkannt und angenommen, spielte mit vielen Avandgardisten des Jazz – wie Thelonios Monk – zusammen.

 

Hören Sie Pee Wee Russell, Klarinette, Osi Johnson Schlagzeug, Tommy Flanagan piano, Buck Clayton tp mit “The Very Thaught Of You” in einer Aufnahme vom 29. März 1960 – Pee Wee Russel – heute vor 115 Jahren wurde er geboren.