HLR-Aktuell

100 Jahre Waldorfpädagogik

100 Jahre Waldorfpädagogik

Hamburg feiert am 13. September ein großes Fest

Anlässlich 100 Jahre Waldorfpädagogik feiert Hamburg am 13. September 2019 einen Tag lang ein großes Fest und lädt alle Interessierten dazu ein, in der bekannten Laeiszhalle bei einem hochkarätigen Programm im Großen und Kleinen Saal Einblicke in die pädagogischen Besonderheiten zu erhalten und auf der Rollschuhbahn in Planten und Blomen Waldorf in Aktion zu erleben.

Bild: Während einer Chorprobe in der Rudolf Steiner Schule Hamburg-Wandsbek © Maik Floeder

Hamburg – Im September 2019 feiert die erste Waldorfschule ihren 100. Geburtstag. Was als Bildungsangebot für Arbeiterkinder der Waldorf Astoria-Zigarettenfabrik in Stuttgart begann, ist zur weltweit größten unabhängigen Schulbewegung herangewachsen, die heute Menschen von mehr als 1.150 Waldorfschulen und rund 2.000 Kindergärten in über 80 Ländern miteinander verbindet.
Auch in Hamburg sind die 12 Waldorfschulen mit knapp 4.000 Waldorfschüler*innen, Eltern und Lehrer*innen ein bedeutsamer Bestandteil der Bildungslandschaft. Am 13. September 2019 möchten sie gemeinsam bei einem großen Fest in der Laeiszhalle und auf der Rollschuhbahn einen Tag der Begegnung mit der interessierten Öffentlichkeit schaffen.

Im Großen Saal der Laeiszhalle zeigen Schüler*innen aller elf Hamburger Waldorfschulen schulübergreifend in fünf einstündigen Vorführungen zwischen 9.30 und 17.00 Uhr das Besondere der Waldorfpädagogik und was das Lernen für sie so einzigartig macht. „Die Zuschauer können hier hautnah vielfältige Elemente aus dem Unterricht erleben, die ihnen sonst verborgen blieben“, so Stefanie von Laue, die als Sprecherin des Elternrates der Hamburger Waldorfschulen zusammen mit Andreas Schuberth das Projekt koordiniert.

Gleichzeitig bietet der Kleine Saal zwischen 10.00 und 18.00 Uhr ein vielfältiges künstlerisches Rahmenprogramm mit Theater, Musik, Tanztheater, Eurythmie, Akrobatik, Kabarett und Vorträgen, das ehemalige und aktuelle Waldorfschüler*innen, Künstler*innen und Referent*innen gestalten.

Am Abend findet ab 19.30 Uhr im Großen Saal der Festakt statt, den Sängerin Love Newkirk moderiert. Nach einem Grußwort von Schulsenator Ties Rabe folgen hochkarätige Aufführungen und ein Impulsvortrag von Gerald Häfner. Im Kleinen Saal treten parallel dazu der bekannte Trompeter Markus Stockhausen, sowie der Schauspieler Stephan Schad auf.

Außerdem können Interessierte von 11 bis 18 Uhr auf der Rollschuhbahn von Planten un Blomen Waldorf in Aktion erleben und sich bei Themen wie Umwelt, Klima, Handwerk, Lernen, Bewegung und anderen ein Bild von der Zukunftsfähigkeit dieser Schulform machen. „Waldorfpädagogik arbeitet konkret an den Herausforderungen unserer Zeit“, sagt Andreas Schuberth und erklärt, dass all die Aktivitäten und Projekte den Aufbruch ins zweite Jahrhundert Waldorfpädagogik symbolisieren, denn „100 Jahre sind erst der Anfang!“

Einzelheiten zum Programm und alle weiteren Informationen finden sich auf der Internetseite www.waldorf100.hamburg

Der Elternrat, die Schülervertretung und die Landesarbeitsgemeinschaft der Hamburger Waldorfschulen (LAG) sind die Veranstalter des Festtages, zu dem sie rund 8.000 Besucher*innen aus Hamburg und Umgebung erwarten.

Redaktion: Theresa Große