HLR-Aktuell

Artenschutz als Kernaufgabe

Artenschutz als Kernaufgabe:
Weltvogelpark Walsrode erinnert an den Internationalen Tag der Tropen

Walsrode – Was am 29. Juni weltweit thematisiert wird, gehört im Weltvogelpark Walsrode zum täglichen Geschäft: Der Internationale Tag der Tropen wurde vor drei Jahren ins Leben gerufen, um auf die Bedeutung der Tropen für das Weltklima und die Artenvielfalt hinzuweisen. Denn hier sind noch rund 80 Prozent der biologischen Vielfalt zu Hause. Viele tropische Bewohner haben im Weltvogelpark eine zweite Heimat gefunden. Auch, weil sie in ihrem natürlichen Lebensraum stark gefährdet sind.

Bild: Regenwaldhalle © Weltvogelpark Walsrode

Mit über 4.000 Vögeln aus 650 Arten und von allen Kontinenten ist der Weltvogelpark Walsrode der größte Vogelpark der Welt. Viele Bewohner des Weltvogelparks stammen ursprünglich aus Tropenregionen – kein Wunder, wenn man bedenkt, dass der größte Teil der biologischen Vielfalt ihren natürlichen Lebensraum in den Tropen findet. Der Weltvogelpark hat es sich zur Aufgabe gemacht, vom Aussterben bedrohten Tieren ein Zuhause zu geben, die in der freien Wildbahn ihren Lebensraum verlieren. Eine häufige Ursache dafür ist die Abholzung von Regenwäldern. Weltweit wird alle zwei Minuten eine Fläche von etwa 35 Fußballfeldern gerodet, die den Lebensraum für viele Tier- und Pflanzenarten bietet. Um die so bedrohten Vogelarten langfristig zu erhalten, betreibt der Weltvogelpark seit vielen Jahren Nachzuchtprogramme. Mit großem Erfolg: Regelmäßig kann sich der Park über Zuchterfolge freuen, zum Beispiel beim Rotschnabelhokko, der in seiner Heimat Naturzerstörungen und dem Klimawandel ausgeliefert ist.

Auf Entdeckungsreise durch die Tropen:

Hautnah erleben, wie einzigartig und wichtig das Ökosystem Regenwald ist, können die Besucher des Weltvogelparks während der neuen Regenwaldführungen. Auf einer Reise durch den Park lernen die Teilnehmer dieser Führung spannende und wissenswerte Fakten zum Ökosystem des Regenwaldes und den jeweiligen Bewohnern. Dabei gibt es hautnahe Begegnungen zum Beispiel mit kleinen Tukanen, sogenannte Arassaris, die mit Blaubeeren gefüttert werden können. Oder faszinierende Beobachtungen bei den Kolibris im deutschlandweit einmaligen Kolibrihaus. Auch hier schlüpft regelmäßig Nachwuchs aus den winzigen Eiern, die nicht größer sind als ein Pfefferminzdragee.

Bild: Dottertukan © Weltvogelpark Walsrode

Auf der Reise durch den Jungle Trail kreuzen dann regelmäßig Regenwaldbewohner wie etwa die Fächertaube, die größte Taube der Welt, der Rotohrbülbül oder der Gelbschnabelhokko die Wege der Besucher. Außerdem zu sehen: der Tiefland Felsenhahn. Diese Art wurde vor zwei Jahren erstmals im Weltvogelpark nachgezüchtet – eine echte Europapremiere. Mittlerweile konnten sogar bereits vier Jungtiere erfolgreich großgezogen werden. Wie schlau tropischen Vögel sein können, beweist Parkbewohner Kea „Oskar“. Aufmerksame Vogelfreunde können ihn im Rahmen der Indoorshow dabei beobachten, wie er Müll sortiert – damit ist er ein perfektes Vorbild für so manchen Menschen.

Nachhaltigkeit im Weltvogelpark:

Einige Tage nach dem internationalen Tag der Tropen, dem 29. Juli, wird es im Weltvogelpark eine Neuheit geben, verrät Janina Ehrhardt, Pressesprecherin des Weltvogelparks, abschließend: „Ab Mitte Juli schaffen wir Einwegbecher im Weltvogelpark ab und schenken unsere Heißgetränke zum Mitnehmen in Mehrwegbechern aus recycelten Kunststoff aus. Diese sind sehr stabil, halten eine lange Zeit und sparen so Ressourcen und Rohstoffe.“ Der Becher reduziert Abfälle bereits bei der Produktion und ist schonend für unsere Umwelt. Nicht nur am Internationalen Tag der Tropen.

Über den Weltvogelpark Walsrode:

In der Lüneburger Heide, im Dreieck zwischen Hannover, Bremen und Hamburg, liegt der Weltvogelpark Walsrode, der größte Vogelpark der Welt. Der Park beherbergt über 4.000 Vögel aus 650 verschiedenen Arten und von allen Kontinenten in einer 24 Hektar großen Garten- und Erlebnislandschaft.

Der Weltvogelpark öffnet täglich ab 10.00 Uhr.