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Handelskammer startet Online-Beteiligungsverfahren

Handelskammer startet Online-Beteiligungsverfahren
„Kleiner Grasbrook“ muss Innovationsstadtteil werden

Hamburg, 27. September 2018 – Mehr als 200 Unternehmensvertreter haben gemeinsam mit renommierten Stadtentwicklungsexperten im Rahmen des Dialogforums „Vom Kleinen Grasbrook zum GrassrootPort“ über die Erfolgsfaktoren für den neuen Innovationsstadtteil diskutiert. Zum Auftakt der Veranstaltung sagte Tobias Bergmann, Präses der Handelskammer: „Der Kleine Grasbrook sollte mit einem klarem Zielbild zu einem international sichtbaren Leuchtturm für das Thema Innovation entwickelt werden – ein Stadtteil, der moderne Formen des Arbeitens, Forschens und Wohnens miteinander kombiniert.“ Als urbaner Innovationspark solle Hamburg hier einen Ort für exzellente Wissenschaft und Start-Ups schaffen, der Forschungseinrichtungen, Gründer und etablierte Unternehmen zusammenzubringen.

Dabei sind die besonderen Anforderungen der benachbarten Hafenbetriebe – z. B. hinsichtlich vorhandener Störfallregelungen und notwendiger Planungssicherheit – zu berücksichtigen. Hierfür sei eine entsprechende Infrastruktur zu schaffen, so der Präses weiter. Im Rahmen des Forums erläuterten Hamburgs Oberbaudirektor, Franz-Josef Höing, und der Geschäftsführer der HafenCity Hamburg GmbH, Prof. Jürgen Bruns-Berentelg die städtebauliche Intention und den Planungsstand des Vorhabens. Über andere erfolgreiche Beispiele berichtete im weiteren Verlauf Roland Sillmann, Geschäftsführer der Wista-Management GmbH, Berlin Adlershof. Nach einer Podiumsdiskussion der Referenten nahmen abschließend die stadtentwicklungspolitischen Fachsprecherinnen und Fachsprecher der Fraktionen in der Hamburgischen Bürgerschaft, Martina Koeppen (SPD), Olaf Duge (DIE GRÜNEN), Jörg Hamann (CDU), Jens P. Meyer (FDP) und Heike Sudmann (DIE LINKE) eine erste Bewertung der Diskussionsergebnisse vor.

Mit der Veranstaltung wurde zugleich das Online-Beteiligungsverfahren für die Mitglieder der Handelskammer gestartet. „Wir möchten Unternehmen durch Crowdsourcing die Möglichkeit geben, ihre Anregungen und Ideen zur Gestaltung des neuen Quartiers bei uns einzubringen. Hierfür haben wir eine Konsultationswebseite erstellt (beteiligung.hk24.de) und laden unsere Mitglieder ein, sich darüber an unserer Meinungsbildung zu beteiligen“, sagte Christi Degen, Hauptgeschäftsführerin der Handelskammer Hamburg im Rahmen der Veranstaltung. „Die Konsultation startet diese Woche und läuft in einer ersten Stufe bis Ende November.“

Die Handelskammer ist seit 1665 die Selbstverwaltung der gewerblichen Hamburger Wirtschaft. Sie vertritt die Interessen von etwa 160.000 Unternehmen gegenüber Politik und Verwaltung.

Bild: © Handelskammer Hamburg/Daniel Sumesgutner