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Hartwig-Hesse-Quartier feiert Eröffnung

Hartwig-Hesse-Quartier feiert Eröffnung

Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher und Komiker Otto Waalkes begleiteten am Mittwoch, 29. August die Feierlichkeiten im größten barrierefreien Quartier im Zentrum Hamburgs, das 111 Wohnungen für Senioren sowie viele weitere Angebote für Menschen aller Altersgruppen und den Stadtteil bietet.

Ein buntes Projekt verdient eine bunte Eröffnung – und die gab es am Mittwoch, 29. August in Hamburg St. Georg für das jüngst fertig gestellte Hartwig-Hesse-Quartier. Passend zum integrativen Konzept des Neubaus feierten Jung und Alt, Nachbarn und Mieter gemeinsam bei Hip-Hop und Shanty-Musik den Einstand des Großbauprojekts der Hartwig-Hesse-Stiftung.

Rund 300 Gäste waren der Einladung der Stiftung gefolgt, darunter auch Prominenz wie Otto Waalkes und Hamburgs Erster Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher. Dieser wies in seinem Grußwort auf die hohe Relevanz derartig zukunftsträchtiger Konzepte zum Thema „Leben im Alter“ hin: „Wir wollen das Angebot an innovativen und integrativen Wohnkonzepten ausbauen, damit alle Hamburgerinnen und Hamburger lange selbstbestimmt in unserer Stadt leben können. Die Einbindung in die Nachbarschaft, wie hier im Hartwig-Hesse-Quartier, spielt dabei eine wichtige Rolle.“

Maik Greb, Geschäftsführer der Hartwig-Hesse-Stiftung, erklärte: „Zu erleben, wie aus unser Vision eines integrativen Quartiers nun Wirklichkeit geworden ist, ist für uns als Stiftung ein ganz besonderer Moment. Die überwältigend vielen positiven Stimmen zum Hartwig-Hesse-Quartier zeigen, wie wichtig es ist, neue Konzepte zu entwickeln, die den gesamtgesellschaftlichen Ansprüchen an das Leben im Alter gerecht werden.“

Das Konzept des Quartiers nimmt den Ansatz von Stifter Hartwig Hesse auf, der auf dem Areal in der Alexanderstraße vor rund 190 Jahre seinen Witwen-Stift eröffnet hatte, welcher bezahlbaren Wohnraum für alleinstehende Damen bot. Das Stift wurde im zweiten Weltkrieg zerbombt und in den 1950er Jahren mit den Mitteln der Stiftung wieder neu gebaut. Vor zwei Jahren mussten auch diese Gebäude abgerissen werden – sie waren marode und nicht altersgerecht. 21 Monate Bauzeit und eine Investition von 24 Millionen Euro später, konnte heute die Eröffnung des Hartwig-Hesse-Quartiers gefeiert werden – dessen Konzept international in Architektur- und Sozialstudienkreisen als Vorzeigebeispiel für zukünftiges integratives Wohnen im Alter gehandelt wird.

Das Hartwig-Hesse-Quartier bietet nun auf 8.130 qm verschiedene Wohnkonzepte, welche die unterschiedlichsten Altersgruppen unter einem Dach zusammenbringen. Das Kernangebot umfasst 111 altersgerechte und barrierefreie Wohnungen für Seniorinnen und Senioren. Eine rund 90 qm große Wohnung wurde als Senioren-Wohngemeinschaft konzipiert, einige der Wohnungen wurden an ehemalige Obdachlose vermietet. Darüber hinaus bietet das Quartier eine Wohn-Pflege-Gemeinschaft für Menschen mit Demenz. Die Betreuung erfolgt über den ambulanten Pflegedienst der Stiftung, der seinen Hauptsitz auch im Quartier hat. Ein Teil des Areals wurde an eine Baugemeinschaft mit Familien vermietet, die Begegnung zwischen Jung und Alt wird ferner durch eine ebenfalls im Quartier ansässige Kindertagesstätte gefördert.

Trotz der zentralen Lage im Herzen von St. Georg, bietet das Quartier zu 91 Prozent bezahlbare Sozialwohnungen mit einer Kaltmiete von 6,30 Euro/qm.

Die Hartwig-Hesse-Stiftung wurde im Jahr 1826 von dem Hamburger Kaufmann Hartwig Hesse gegründet. Die gemeinnützige Stiftung bietet in zentralen Hamburger Lagen Wohnen, Betreuung und Pflege im Alter. Dabei steht neben einem attraktiven sozialen Umfeld stets bestmögliche, sehr persönliche Betreuung im Mittelpunkt. Das Portfolio der Stiftung umfasst Tagespflege, Betreutes Wohnen in Apartmentanlagen, stationäre Pflegeeinrichtungen, Wohnanlagen sowie Wohn-Pflege-Gemeinschaften für Menschen, die an Demenz erkrankt sind.

Neben dem Betreiben eigener Einrichtungen, übernimmt die Hartwig-Hesse-Stiftung die Verwaltung von Häusern anderer Stiftungen, wie der Heerlein- und Zindler-Stiftung, der Keitel-Stiftung und des St. Gertrud-Stifts. Die insgesamt sieben Einrichtungen liegen in den Stadtteilen Rissen, Neustadt, Hohenfelde, St. Georg, Altona, Steilshoop und Barmbek. Ferner betreibt die Hartwig-Hesse-Stiftung einen Ambulanten Pflegedienst mit zwei Standorten. www.hartwig-hesse-stiftung.de

Bild: Die Taufpatin des Quartiers: Ursula Stollarski, 89, die älteste Bewohnerin des Quartiers, mit Otto Waalkes und Dr. Peter Tschentscher © Hartwig-Hesse-Stiftung