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Die Tischler-Meisterstücke 2018

Die Tischler-Meisterstücke 2018

Eröffnung der Ausstellung in der Handwerkskammer Hamburg vom 13. bis 19. August 2018

Hamburg – Viel Zeit, viel Geld und viele Ideen fließen in die Meisterstücke – das Ergebnis sind kreative und innovative Unikate auf höchstem handwerklichen Niveau. Die Abschlussklassen der Hamburger Meisterschule Tischlerhandwerk und der Fachschule für Holztechnik Hamburg stellen ihre in vielen Details atemberaubenden Prüfungsarbeiten in der Galerie der Handwerkskammer Hamburg aus. Bis 19. August 2018 bekommen Besucherinnen und Besucher bis zu 46 Objekte zu sehen. Der Eintritt ist frei.

Die Bandbreite der Meisterstücke reicht von Haustür bis Zweisitzer fürs Wohnzimmer, von Tisch bis Truhe, von der Anrichte aus Amerikanischem Kirschbaum bis zum Waschtisch im Landhausstil. Ausgefallene Stücke wurden vorbereitet, dazu gehören das maritim inspirierte Sideboard „Square Knot“ aus Weißeiche in Form eines Kreuzknotens oder die Kommode „Breakwater“, die das Bild einer Welle aufgreift, oder der Utensilienschrank „Monolith“ aus schwarzer Eiche, der einer Skulptur gleichkommt.

Die Ausstellung der Tischlermeisterstücke 2018 eröffneten Lutz Lawer, Obermeister der Tischler-Innung Hamburg beim Fachverband Holz und Kunststoff e.V., und Gunter Scholz, Leiter des Bildungsmanagements am ELBCAMPUS, dem Kompetenzzentrum der Handwerkskammer Hamburg.

Der Leiter des Bildungsmanagements Scholz sagte: „Die Tischlermeisterstücke zeigen eindrucksvoll, was Qualität im Handwerk bedeutet. Die angehenden Meister und Holztechniker erfüllen mit bemerkenswerten gestalterischen und handwerklichen Fähigkeiten die anspruchsvollen Prüfungsanforderungen. Trotz der hohen Anforderungen in Theorie und Praxis ist die Erfolgsquote bei den Meisterprüfungen sehr hoch. Denn wir bieten nicht nur eine moderne Ausstattung und erfahrene Dozenten, sondern auch eine gute Zusammenarbeit auf allen Ebenen und ein gutes Arbeitsklima.“

Obermeister Lawer erklärte, mit der Meisterprüfung, „früher auch großer Befähigungsnachweis genannt“, erhalten junge Meisterinnen und Meister nicht nur die Erlaubnis, einen Betrieb der Anlage A zu führen, sondern auch die Erlaubnis, Lehrlinge auszubilden. Lawer: „Das ist angesichts der Herausforderung im demografischen Wandel sehr wichtig. Durch die Liberalisierung in vielen Bereichen müssen wir leider feststellen, dass die Kunden oder besser Verbraucher oft keinen adäquaten Partner finden, der ihre Wünsche erkennt und entsprechend handelt. Der Meister steht für die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften und Verordnungen und der bauaufsichtlich geforderten Standards. Der Meisterbrief ist also Verbraucherschutz pur.“

Josef Katzer, Präsident der Handwerkskammer Hamburg, bekräftigt: „Meisterinnen und Meister sichern die Zukunft des Handwerks. Mehr als 90 Prozent der Auszubildenden lernen in Meisterbetrieben. Sie lernen dort, was Qualität ist. Meisterbetriebe stehen für Verantwortung und Know-how, sie sichern Arbeitsplätze und den Fachkräftenachwuchs. Wie kreativ und innovativ die Arbeit im Handwerk sein kann, das zeigen die Tischlermeisterstücke.“

Bei den Tischler-Meisterstücken vergehen von der ersten Idee bis zum fertigen Objekt sieben bis acht Monate. Die reine Fertigungszeit liegt im Schnitt bei 180 Stunden, hinzu kommen die Fertigungszeichnungen per CAD, das Erstellen von Ablaufplan, Kalkulation und bei Bedarf von Verleim- und Fräsmodellen.

Die angehenden Tischlermeister und Holztechniker besuchen Vorbereitungskurse der Hamburger Meisterschule Tischlerhandwerk und der Fachschule für Holztechik Hamburg. Die Meisterschule ist eine eigenständige Abteilung des ELBCAMPUS. Die Tischlermeisterausbildung erfolgt in Kooperation mit der Tischler-Innung Hamburg. Die Meisterschule Tischlerhandwerk ist weit über Hamburgs Grenzen für ihre hervorragende Ausbildung bekannt. Sie führt Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Norddeutschland und anderen Teilen des Landes zum Erfolg, bis heute mehr als 900 und aktuell im 28. Jahr.

Ausstellung der Tischler-Meisterstücke 2018
Handwerkskammer Hamburg – Galerie
Holstenwall 12
20355 Hamburg

Öffnungszeiten

Bis 19. August 2018
Mo 10-20 Uhr, Di-Sa 8-20 Uhr, So 9-17 Uhr

Der Eintritt ist frei.

Bild: Handwerkskammer Hamburg – © Rosenau