HLR-Aktuell

Das „Komm du“ und der Jazz im Gespräch verbündet

Das „Komm du“ und der Jazz im Gespräch verbündet

Das „Komm du“ ist ein Ort, geboren aus einer einzigen kleinen großen Idee: Es soll ein schöner und warmer Platz entstehen mit gutem Essen, Kaffee und Wein, aber vor allem einer Bühne für Kunst. Magische Kunst, schlechte Kunst, gute Kunst, wütende Kunst, träumende Kunst, schmerzende Kunst, große und kleine Kunst, was immer das Herz sich denken kann, vor allem aber viel davon und frei!

Nun ist der Jazz seines Zeichens als rebellischer Poet der Musik berühmt, berüchtigt, geliebt sowie auch gehasst und hat somit nicht nur einen wichtigen Stellenwert auf unserer Bühne, sondern ist wie durch Zufall in fruchtbarer Symbiose als Freund dieser Bühne gewachsen und gediehen. Inzwischen ist das „Komm du“ in Harburg nicht nur ein Geheimtipp für Musiker sowie Gäste, wenn es um Jazz in Hamburg, speziell Hamburg-Harburg geht, nein die Betreiber haben sich ganz bewusst für ein umfangreiches Programm in diesem Genre entschieden.

Bild : © Britta Barthel

Frühschoppen von 11-13 Uhr mit Swing on a String (Gypsy Jazz )

Mit Jazz-Traditionals und Zigeunermusik schaffen die vier Musiker von Swing on a String eine ganz besondere Atmosphäre. Die Formation sieht sich in der Tradition des von Django Reinhardt und Stéphane Grappelli 1934 in Paris gegründeten Quintette du Hot Club de France, dem ersten ausschließlich mit Saiteninstrumenten besetzten Jazz-Ensemble, dessen ursprünglicher Besetzungsform sie treu geblieben sind. In der Musik von Django Reinhardt liefen viele Traditionen zusammen: u. a. swingender Beat, Bebop, Elemente der Sinti-Musik und des Flamenco. Hinzu kam eine außergewöhnliche Spieltechnik, die der Ausnahmekünstler für seine durch einen Unfall verletzte Griffhand neu entwickelt hatte. Virtuose Klänge, die bis heute lebendig geblieben sind.

Happy Gypsy Swing mit dem Quartett „Swing on a String“ auf der Bühne des Kulturcafé Komm du
Bild : © by Schattenblick

Nachmittagskonzert von 15 – 17 Uhr

Troels Frost Trio from Denmark
(Modern Jazz)

„Troels Frost’s Instrumental music is poetic, melodic and beautiful“, urteilt der dänische Journalist Ivan Rod über seinen Landsmann. Der Jazzgitarrist pflegt einen sehr persönlichen, klangreichen und ausdrucksvollen Stil, der stets unverkennbar ist. Als Trio zeigen Troels Frost, die Tenorsaxophonistin Cecilie Strange und Niels W. Knudsen (Bass) eine breite Palette an musikalischen Möglichkeiten mit vielen stimmungsvollen Momenten. Spannende Soloeinlagen und kollektiv gespielte Sequenzen ergänzen sich zu einem großartigen Konzerterlebnis.

Der dänische Jazz-Gitarrist Troels Frost
Bild : © by Lasse Bruun