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50 Kontrabässe bringen Ludwigslust zum Klingen

50 Kontrabässe bringen Ludwigslust zum Klingen

Hoffnungsvolle Talente und hochkarätige Konzerte beim 10. Internationalen Johann-Matthias-Spergerwettbewerb für Kontrabass
Vom 22. bis 29. Juli dreht sich in Ludwigslust alles um das größte der Streichinstrumente, den Kontrabass. Mehr als 50 hoffnungsvolle Talente aus 24 Ländern messen beim 10. Internationalen Johann-Matthias-Spergerwettbewerb ihr musikalisches Können und machen die barocke Stadt in dieser Zeit zum Zentrum der Kontrabasswelt. Klanggewaltige Wertungsspiele und Konzerte ergänzen den Wettbewerb.

Spannend und aufregend ist das nicht nur für die Wettbewerbsteilnehmer, sondern auch für das Publikum. Alle Wettbewerbsvorspiele sind öffentlich und können von jedermann kostenfrei besucht werden. Zu den Pflichtstücken des Wettbewerbs gehört unter anderem eine Auftragskomposition des bulgarischen Komponisten und Kontrabassisten Emil Tabakov.

Aber auch die Jury ist international besetzt. Musikprofessoren und hochkarätige Kontrabassisten aus Amerika, Japan, Österreich, Norwegen und Deutschland werden unter den 50 Kandidaten den oder die Beste ermitteln.

Die Präsidentin der Internationalen Sperger-Gesellschaft Frau Prof. Christine Hoock freut sich besonders, dass es schon vor einiger Zeit gelungen ist, „ …mit dem Chefdirigenten des „NDR Elbphilharmonie Orchesters“ Hamburg Thomas Hengelbrock und der Ministerin für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg – Vorpommern Frau Birgit Hesse zwei renommierte Schirmherren aus dem künstlerischen und kulturpolitischen Bereich gewonnen zu haben.“

Zwei wunderbare Konzerte umrahmen den Wettbewerb. Am 22. Juli stellt sich die Jury im Ludwigsluster Schloss mit einem eigenen Konzert dem Publikum vor. Bevor es am 29. Juli in die Finalrunde geht, wird am 28. Juli eine lebensgroße Bronzeplastik des Künstlers feierlich der Öffentlichkeit übergeben. Dazu sind alle Einwohner und Gäste der Stadt herzlich eingeladen.

Für das Spiel um Wettbewerbssieg liefert die imposante Stadtkirche den drei Finalisten genau die richtige Kulisse. Dem Sieger gebührt dann zum krönenden Abschluss die Ehre, gemeinsam mit der Mecklenburgischen Staatskapelle das Abschlusskonzert spielen zu dürfen.

Die charmante Kleinstadt Ludwigslust ist mit gutem Grund Austragungsort des Wettbewerbs. Johann Matthias Sperger, der Namensgeber des Wettbewerbs und führender Kontrabassist der Wiener Klassik, lebte und arbeitete in Ludwigslust. Der Ort war von 1763 bis 1837 Hauptresidenz der (Groß-)Herzöge von Mecklenburg-Schwerin und ab 1767 Sitz der Mecklenburgischen Hofkapelle. Ende des 18. Jahrhunderts avancierte der Ort zum Zentrum der modernen Kirchenmusik Deutschlands. Namhafte Musiker wie Rosetti und Westenholtz wurden verpflichtet. So auch Johann Matthias Sperger, der von 1789 – 1812 Kontrabassist an der Mecklenburgischen Hofkapelle war. Er hinterließ einen überaus reichen Fundus eigener Kompositionen.

Wer mag, kombiniert den Besuch des Wettbewerbs mit einer Besichtigung der wunderschönen Barockstadt mit seinem prachtvollen Schloss und dem Ludwigsluster Schlosspark, der zu den größten und schönsten Landschaftsparks Deutschlands zählt.

Kostenfreie Besuche aller Wettbewerbsvorspiele ganztägig
Zebef e.V., Alexandrinenplatz 1
19288 Ludwigslust

Eröffnungskonzert – Jurorenkonzert
So, den 22. Juli 2018, 19.00 Uhr, Schloss Ludwigslust, Eintritt: 15,00 €

Feierliche Übergabe der Sperger-Skulptur
Sa, den 28. Juli 2018, 15.00 Uhr
An den Kaskaden

Abschlusskonzert – Preisträgerkonzert mit der Mecklenburgischen Staatskapelle
So, den 29. Juli 2018, 17.00 Uhr Stadtkirche Ludwigslust, Eintritt: 15,00 €

Session / Foto: Stadt Ludwigslust, © Sylvia Wegener