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Nachtgänger und Lichtgestalten – Insekten unter der Lupe

Nachtgänger und Lichtgestalten – Insekten unter der Lupe

Am 18.7. Nachtfalter an der Carl Zeiss Vogelstation in Wedel entdecken

Nachtfalter sind viel mehr als nur Motten. Ihre Artenvielfalt und Farbenpracht ist erstaunlich und steht den beliebten Schmetterlingen in nichts nach. Dennoch ist diese Tiergruppe eher unbekannt. Dabei lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Spannende Eindrücke in die Welt der Nachtfalter verspricht der Leuchtabend am 18. Juli um 22:00 Uhr an der Carl Zeiss Vogelstation in der Wedeler Marsch, veranstaltet vom NABU Hamburg und der Lepidopterologischen Arbeitsgruppe Südwestliches Schleswig-Holstein.

Die Schmetterlingskundlerin Birgitt Piepgras lockt dabei mit speziellen Leuchten Nachtfalter an, ohne sie zu gefährden. So können die Teilnehmer die Tiere in aller Ruhe betrachten und sie sogar in die Hand nehmen. „Für die meisten Menschen ist der Leuchtabend die erste Begegnung mit Nachfaltern“, stellt Birgitt Piepgras fest. „Sie kennen die Tiere eigentlich nur aus dem Scheinwerferlicht, haben sie aber noch nie aus der Nähe sehen können.“ Dabei gibt es viel zu entdecken. In Schleswig-Holstein leben etwa 850 nachtaktive Großschmetterlingsarten. Über 700 davon hat die Lepidopterologische Arbeitsgruppe bereits fotografisch dokumentiert. Am Leuchtabend erklärt Birgitt Piepgras die Lebensweise der Tiere und informiert über deren Bedeutung sowie über Gefährdungsursachen und Möglichkeiten des Nachtfalterschutzes.

Der öffentliche Leuchtabend findet am Mittwoch, den 18.07.2018 um 22:00 Uhr an der Carl Zeiss Vogelstation in der Wedeler Marsch westlich von Fährmannssand statt. Eine Anmeldung für die Veranstaltung ist nicht erforderlich. Der NABU und die Lepidopterologische Arbeitsgruppe Südwestliches Schleswig-Holstein bitten um eine Spende.

WICHTIGER HINWEIS: Teilnehmer sollten eine Taschenlampe mitbringen, da der Weg vom Parkplatz zum Veranstaltungsort nicht beleuchtet ist. Zu erreichen ist die Station mit der S1 bis „Wedel“, von dort weiter zu Fuß (ca. 1 Std.) oder mit dem Rad (ca. 25 Min.) oder mit dem Auto bis Fährmannssand (von dort 25-30 Min. Fußweg).

Bild : „ © Annegret Wiermann

Audio – NABU – 15.07.18 – 09:00 Uhr